Die Steyr M1912 war eine wegweisende militärische Selbstladepistole der Streitkräfte von Österreich-Ungarn. Sie wurde als moderne Ordonnanzwaffe für die Kavallerie sowie für Offiziere und die Infanterie eingeführt. Die Waffe verschoss die eigens entwickelte, sehr leistungsstarke Patrone im Kaliber 9x23 mm Steyr. Technisch zeichnete sie sich durch einen stabilen Drehaufverschluss aus, bei dem der Lauf beim Schuss rotiert. Das integrierte Magazin im Griffstück fasste acht Patronen und wurde untypisch von oben mittels Ladestreifen geladen. Ein manueller Sicherungshebel auf der linken Gehäuseseite sorgte für eine sichere Handhabung im dynamischen Dienstbetrieb. Aufgrund ihrer extremen Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen blieb die Pistole bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im aktiven Einsatz